Und so drehe ich jeden Abend meine Runden auf einem Hügel vor Wien, dem Sie einen Namen mit Berg gaben, eine Irreführung, die meinem Hund doch zu ziemlich egal ist.
Hier bin ich oft allein, selten kommt jemand vorbei. Gerade wenn die letzten warmen Tage schon lange gezählt sind, bleibt nur der Blick auf die entfernte Skyline, die einem verrät, das Du hier garnicht so einsam bist. Aber Du hast Distanz!
Es ist unheimlich ruhig. Ruhig da draussen aber verdammt Laut in mir.
Wien, 1.1
Kalender haben es wirklich verdammt einfach. Kaum bei 365 ankommen, reboot.
Restart, Cache leeren, rauffahren, von 0 auf 100, hochfahren. Fertig.
Vorhersehbar, das Ende. Eine Begrüßung aller am Anfang. Applaus am Ende.
Ein Jahr verlässt die Bühne, ein neues bekommt eine 1. Aller Unschuld gleich am Anfang.
Doch es nicht aufzuhalten, jeden Tag wirst Du eines grösser, du entwickelst Dich. Unaufhaltbar.
Wir Idioten sind Deine Entwickler, und Du musst nehmen was Du bekommst.
Fuck 2011, 2012 1.1
Heimkommen ohne ankommen. Im Kreis fahren, zwischendrin stehen bleiben. Was für ein Tag?
Freitag.
Vor mir eine Stadt, in der ich viele schöne Jahre verbracht habe. Leben und lieben lernte, Unfug baute und irgendwie doch auch ein bisschen erwachsen wurde.
Vor ein paar Jahren kehrte ich Ihr den Rücken, einfach so. Auch ein bisschen unerwartet, aber das Risiko war es mir damals wert. Bereut habe ich es nie!
Bis jetzt?
Bis jetzt!
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… und als ich heute in der Universitätsbibliothek, schreibender weise an meiner Diplomarbeit, meinen Blick vom Bildschirm des Laptop (und ja Herr tiebzwei es ist kein Mac der kommt erst in 2.0
) hob und ihn schweifen ließ, nahm ich zum ersten mal bewusst dieses wunderschöne Gesamtkunstwerk war. Aber Tausende Bücher gestapelt in Meter hohen Regalen. Jedes von ihnen einzigartig. – Gut manche von ihnen sind einzigartiger Mist, aber dennoch einzigartig. Denn in der Geisteswissenschaft ist alles zu finden, in der Geisteswissenschaft ist alles erlaubt, man muss es nur begründen können.
Und in einem halben Jahr steht dann auch mein “Buch” zwischen all den anderen, zwar ganz hinten im Eck bei den anderen Diplomarbeiten, aber immerhin es ist ein Anfang. Ein Teil davon. Meines unter Tausend anderen.
In 2.0 würde ich gerne ein richtiges Buch schreiben, mit einer unglaublichen Geschichte. Ein Märchen? Ein Roman? Wir alle schreiben jeden Tag unsere Geschichten immer weiter und weiter, immerzu strebend nach einem Happy End. (11.10.2009)
…Manche davon gehen aber doch nicht gut aus und manche sind auch einzigartiger Mist. Das Leben gibt keine Begründung dafür, nach dieser zu streben ist menschlich aber gänzlich unnatürlich. Es gilt den Mut zu haben die nächste Seite aufzuschlagen, denn sie wird zumindest schon mal einzigartig. (13.11.2011)
und hin und wieder ertappe ich es, es schleicht sich ganz leise ein baut ein Nest um sich in gewissen Momenten von den Geschichten anderer zu nähren. Da redet man immer vom “Salzburger Krebs” und hat selbst schon die Metastasen im Kopf. Gestern war ein guter Tag des Zufrieden seins und des Zurücklehnens, darum erkannte ich es sofort, als mir meine Freundin ihr neues IPad2 zeigte, dass in mir dieses Ding sitzt, das nach materiellem Besitz strebt. Zu Hause angekommen sah ich mich um. Der Fernseher den mir vor 2 Jahren Freund Zufall als Geschenk an einer Bushaltestelle hinterließ, die Couch meiner Schwester auf der ich schon vor 10 Jahren nach gemeinsamen lustigen Nächten glücklich einschlief. Der alte LapTop geschenkt vom einem ehemals Geliebten mit dem ich durch Himmel und Hölle gereist bin. Das IPhone mit dem zerbrochenen Glas von einem guten Freund der manchmal so nah an meiner Seele kratzt, dass sie sich selbst darüber wundern muss. All diese Dinge erzählen Geschichten, die kein Siri der Welt erzählen kann. Doch das schönste und wertvollste von allem sind die Bilder an der Wand. Menschen die mich glücklich machen, jeden Tag aufs Neue. Meine Familie, meine Freunde – mein wertvollster Besitz. Und wenn man ganz nah hingeht, schmecken sie nach angenehmen Tagen, flüstern von magischen Nächten, und riechen nach Leben.
Der Blick weitet sich auf die gesamte Wohnung in der ich mir schon immer mein Nest bauen wollte. Ich musste lachen über mich und über dieses Ding in meinem Kopf und wie man manchmal sein kann wenn die eigene Festplatte mit zu vielen unnötigen Daten vollgemüllt ist. Darum war es Zeit still und heimlich auf den Knopf zu drücken. Mein ganz persönlicher Reboot damit sie wieder Platz haben, sich entfalten und tanzen können, die wirklich wichtigen Dinge im Leben.
“Eigentlich seima schon witzig. Im Summa lieg ´ma vorm Fernsa und im Winta stell ma uns ause in die Kält´n”.
Es ist wieder die draußen “umasteherei” vor die Glühweinstandl Zeit die eigentlich nicht so ganz zu meiner Lieblingsbeschäftigung zum zeitvernichten gehört, aber speziell an diesem heutigen Tag, darauf habe ich trainiert und verließ schon mit einem lächeln im Gesicht das Haus, um auch einmal dabei zu sein. Verpackt und zugeknöpft in Richtung der draussenherumsteher Glühweintrinker.
Es war wohl einer der schrägsten Nächte, euch am Sziget Festival vor einem Jahr hörengelernt zu haben, in einem verschwitzen Zelt zu shaken und grooven, all eure Töne auszukosten, und diese Stimmung, die Ihr verbreitet habt zu inhalieren. In diesem Zelt, keiner stand still, alle hüpften und stampften durch die Nacht. Musik, unverwechselbar, wie euer neues Album. Musik made in the Alps.
Listen on Labelsite, buy Album COCO on iTunes.

Es gibt vielzuviele Dinge vor denen ich mich fürchte, aber wenn ich mir ehrlich bin, vor meinen Entscheidungen hatte ich bis jetzt noch keine Angst bekommen, vielleicht ein bisschen, aber genau in diesem Moment, als Du wegzulaufen versuchst, öffnen sich Horizonte, die Du sonst nur so wo suchen würdest.
Es ist so die Zeit, wo ich mich vor Menschen mehr fürchte, die sich vor meinen Entscheidungen fürchten.
Das mit dem ein bisschen anders wie Welt betrachten hat mir schon immer gefallen, und ab und zu bin ich der Meinung, das Gegenteil zu tun ist immer ein bisschen besser.
Ich verstehen die gefürchteten, wenn Sie meinen, das das mit meiner Arbeit vielleicht bleiben zu lassen sei keine gute Idee, weil du weisst ja nicht wegen morgen und dann vielleicht noch Übermorgen, wie dann die Miete überwiesen werden soll und der Fisch gefüttert wird.
Ich bin ehrlich, ich liebe meine Arbeit. Das Spiel mit den Pigmenten, die Kunst des Druckens, die Balance zwischen Wasser und Farbe. Ein Team zu führen, Motivation zu geben, Kritiken zu verstehen und eure Sorgen zu eliminieren.
Wir sind getrimmt gegen die Zeit zu kämpfen, wir wollen immer schneller werden, den Plan schaffen und unser Ziel Erreichen.
Das Spiel mit dem Soll und Ist. Read the rest of this entry »
…manchmal ist mit einem Lied alles gesagt.
Peter Blaikner trifft den Nagel auf den Kopf und gibt mit seinem Lied “Salzburg” ein ganzes Lebensgefühl wieder.
Wir ziehen den Hut vor diesem großartigen Musiker, Kabarettist und Lebenskünstler und haben für diejenigen unter euch, bei denen die Bilder nicht automatisch im Kopf auftauchen versucht es visuell zu gestalten.
Aber genug, einfach hören, sehen und fühlen
“To ride a bit slower”, ist es das was Leben 2.0 einmal ausmachen wird?
- Ich mag dieses Lied, zum ersten mal in einem Hard Rock Cafè gehört und gefühlt. Ich bin kein großer Fan von Hard Rock Cafès, aber egal, ich ging rein und mit diesem Lied in den Ohren wieder raus. Es war ein guter Tag, gute Musik, ein gutes Leben.
Take a little trip and see…

