Heimkommen ohne ankommen. Im Kreis fahren, zwischendrin stehen bleiben. Was für ein Tag?
Freitag.
Vor mir eine Stadt, in der ich viele schöne Jahre verbracht habe. Leben und lieben lernte, Unfug baute und irgendwie doch auch ein bisschen erwachsen wurde.
Vor ein paar Jahren kehrte ich Ihr den Rücken, einfach so. Auch ein bisschen unerwartet, aber das Risiko war es mir damals wert. Bereut habe ich es nie!
Bis jetzt?
Bis jetzt!

Wieviele Kilometer bis zum Ziel? 25 noch, dann biegen Sie bitte rechts ab und folgen Sie dem Strassenverlauf Richtung Zentrum.
Die Berge wären schon mal da. Highway to Sun.
Weglaufen wird ja oft als feige bezeichnet, wegfahren, also die schnellere Version von “vor etwas flüchten” wird schon eher toleriert.
Mit jedem Kilometer weiter weg von meinem temporären zuhause fällt die Last, jeder Blick in den Rückspiegel macht Sie kleiner, die Alltagsparameter.
Nach vorne sehen, angenehmer und um vieles sicherer erwarte ich altbekannte Menschen und Strassen, und irgendwie ist der heimliche Wunsch noch immer da, hier nicht immer auf Zwischenstop zu sein, einmal die Koffer (wieder) ganz auszupacken.
Es sind die kleinen Ereignisse im Leben, die einen ändern. Die Grossen sieht man jeden Tag aufs neue auf einen zukommen. Man wird mit Ihnen fertig, man erwartet Sie und sie werden da sein, ist vorbereitet. Irgendwie.
Doch genau jetzt, absolut unvorbereitet, den Sternen und Ihr so nah, der eigenen Unfähigkeit freien Lauf zu lassen und Ihr den Halt zwischen dieser wunderbaren, im nebelversunken Stadt, Himmel und Erde , Erde um Himmel geben zu können, gelang mir nicht.
Wie sieht der Himmel aus, der jetzt über Dir steht?
Dort wo die Sonne im Sommer nicht untergeht.
Wo fängt Dein Himmel an, und wo hört er auf?
Wenn er weit genug reicht, macht dann das Meer zwischen uns nichts mehr aus. (Philpp Poisel)
Verdammt bin ich verwirrt. Ungewollte Zündungen in meinem Gedächtnis.
Und weil es zu allem ein passendes Lied gibt, here we go:


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