Und so drehe ich jeden Abend meine Runden auf einem Hügel vor Wien, dem Sie einen Namen mit Berg gaben, eine Irreführung, die meinem Hund doch zu ziemlich egal ist.
Hier bin ich oft allein, selten kommt jemand vorbei. Gerade wenn die letzten warmen Tage schon lange gezählt sind, bleibt nur der Blick auf die entfernte Skyline, die einem verrät, das Du hier garnicht so einsam bist. Aber Du hast Distanz!
Es ist unheimlich ruhig. Ruhig da draussen aber verdammt Laut in mir.

Es gelingt mir nicht meine Lautstärke zu reduzieren, ich schreie, ich singe mit.
Bin den ganzen Tag schon unheimlich gut drauf, alle sehen es.
Ich hätte gerne einen Rewind Knopf . Rewind um nochmal dort zu sein, wo ich viele Stunden davor gewesen bin. Bei Ihr. Sie bei mir.

Und wieder dreht sich alles – denn ich denke immer nur an Dich,
weil wir zusammen auf der Strasse gehen, so wie wir sie gerne Fotografieren.
weil wir Musik hören und uns dabei Geschichten ausmalen
weil wir  uns die Hände halten und uns so tief in die Augen sehen, und dabei lachen.
weil wir anderen Menschen zuhören, ohne das sie es bemerken.

Ich hatte nie Angst vor Distanz. Weil Distanzen dafür da sind, überwunden zu werden.Weil Distanz einen etwas gibt, so etwas wie Vorfreude.
Ich bin dafür bereit, auch wenn man sich die Tage nicht immer aussuchen kann.
Ich habe nur noch die unheimliche Angst vor einem Paket, einem Paket in dem die Dinge sind, die ich Ihr gegeben habe,  die zurückkommen, weil vielleicht doch nicht.

Nur all das was ich für Sie empfinde, all meine Liebe zu Ihr, die kann Sie nicht zurücksenden. Niemals! Aber ich hoffe, sie ist bei Ihr angekommen.

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